(16.9.2009) Zwar haben nicht alle Herren Spitzenkandidaten ein Chance, in den Landtag zu kommen, aber es fällt dennoch auf, dass alle acht antretenden Listen von einem Mann angeführt werden. Frau / man könnte fast sagen, es ist ganz gut, dass es nicht jede Partei schaffen wird, denn so werden doch ein paar Mandate an Frauen vergeben. Nach dem Spitzenkandidaten ist ja die eine oder andere Bewerberin zu finden.
Was aber ergibt das für ein Bild in der Öffentlichkeit? Es sollte ja langsam so sein, dass wenigstens ein paar Listen von Frauen angeführt werden. Wahlkampfmäßig kann das durchaus einen Unterschied machen, wie derzeit das BZÖ zeigt, das in
Oberösterreich mit Ursula Haubner die einzige Spitzenkandidatin einer Partei bei Landtagswahlen hat. Die Wahlkampflinie ist auf die Politikerin abgestimmt und man / frau kann fast sagen, sie sei "weiblich", es geht weniger darum, die anderen Parteien zu übertrumpfen.
In Vorarlberg ist aber alles in Männerhand, wozu der
Kurier auch eine Bildergalerie liefert. Wir begnügen uns daher mit Namen und Weblinks und verweisen darauf, dass selbst "alternative" Kandidaturen anscheinend eher von Männern unternommen werden beziehungsweise Männer dabei sicher auch Unterstützung haben werden.
Die
ÖVP-Liste hat
Landeshauptmann Herbert Sausgruber an erster Stelle, was ja irgendwie nachvollziehbar ist. Die SPÖ, die in Umfragen ein paar Prozent vor den Grünen liegt (und hinter diese zurückfallen kann), wird von
Michael Ritsch vertreten. Bei der
FPÖ ist Dieter Egger bereits aufgefallen, durch den üblichen
Rassismus-/Antisemitismus-Mix seiner Partei. Die
Grünen werden, schon seit Jahren, von Johannes Rauch vertreten, das
BZÖ von Wolfgang Maurer.
Bernhard Amann ist mit einer eigenen Liste in der Stadtvertretung von Hohenems und hat bereits 1999 und 2004 bei Landtagswahlen kandidiert. Diesmal führt er die Plattform "
Die Gsiberger" an. Die "alternative" Konkurrenz ist aber groß, gibt es doch auch Helmut-Robert Bitschnau mit "
wir-gemeinsam.at" (er bewarb sich bei der Nationalratswahl mit der Liste Dinkhauser um ein Mandat und ist
bei Facebook auch mit Dieter Egger, FPÖ, befreundet). Helmut Putz ist Clown bzw. Management-Trainer und kandidiert auch ganz sicher nicht zum Scherz als "
Liste Kiebitz".
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